Schutz vor Prism:
Geheimdienste – totalitäre digitale Datenwelt

Schutz vor Prism: Schutz vor der digitalen Überwachung

schutz-vor-prism-geheimdienste-fbi-nsa-datenklau-google-facebook-totalitaerer-digitaler-datenstaatGrundsätzlich wussten wir es ja schon immer, zumindest ahnten wir es, haben es aber verdrängt – die Geheimdienste kennen alle Daten, die wir in digitaler Form irgendwo online speichern oder versenden. Edward Snowden hat es ja nur ausgesprochen. Es ist bequem und nicht mehr wegzudenken. Ohne Email und Telefonie funktioniert die Welt nicht mehr. Leider ist es so für die Geheimdienste auch ganz leicht, an alle Daten ran zu kommen. Da ärgerte sich so mancher, dass Google und Konsorten der Sammelwut verfallen sind, um unsere Daten kommerziell zu verwerten und wir haben das billigend in Kauf genommen, der Staat und sicher nicht nur USA, England und Frankreich, machen es in noch viel größerem Stil – wer die Macht hat, darf halt alles.

Hm, der Staat sind ja wir, also spähen wir uns selber aus?
Oder hat der Staat doch gar nichts mehr mit uns zu tun?
Revolution?
Gibt es überhaupt Möglichkeiten uns vor der digitalen Überwachung zu schützen?

Schutz vor Prism: Was wird alles ausgespäht?

Ganz egal was wir online machen, sobald wir online sind späht irgendwer aus was wir tun!
Entweder mit kommerziellem Hintergrund zur Erstellung von Verhaltensprofilen zur Optimierung von Werbung – Google, Amazone, Facebook, … Dabei ist der tatsächliche „Wort für Wort Inhalt“ eher uninteressant, hier kommt es darauf an was mache, suche, kaufe ich wann und wo und in welchem Umfang.
Oder von staatlicher Seite gezielt die Suche nach dem „Wort für Wort Inhalt“ um, wie die Verantwortlich sagen, den nächsten Bombenanschlag verhindern zu können. Hier gilt: ALLES was ich online mache ist wie eine Postkarte. Jeder der die Postkarte in die Hand bekommt, kann sie lesen. Jeder Brief kann geöffnet werden!

Schutz vor Prism: Ausgespähte Dienste

Alle Browseraktivitäten, Eingaben in Suchmaschinen, alles in sozialen Netzwerken wie Facebook und Google+, alle Emails, alle Daten in jeder Cloud, jegliche Onlinetelefonie, etc. sind offene Bücher. Das gilt vor allem für alle Dienste, die über Server in den USA laufen. Aber England und Frankreich machen es ja genauso, naja und glauben wir wirklich, dass es bei uns oder in Timbuktu anders ist?

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Schutz vor Prism: Die Onlinedienste helfen aktiv mit!

Wer im Internet nach Schutzmöglichkeiten sucht, findet sehr viele Möglichkeiten. Viele kleine Progrämmchen, AddOns, Tipps und Tricks werden auf vielen Seiten herunter gebetet. Das meiste davon ist jedoch schlichtweg Blödsinn!
Z.B. wird da oft geraten, anstelle des Betriebssystems Windows oder Mac-OS lieber Linux zu verwenden, oder jede Internetseite verschlüsselt über HTTPS aufzurufen (was ja längst nicht für alle Seiten verfügbar ist) und dazu das Browser-PluIn HTTPS-Everywhere zu verwenden.
Zur sicheren Datenübertragung sehr wichtig, aber solche Maßnahmen sind in punkto Prism völlig sinnlos!
Denn was hilft die verschlüsselte Verbindung z.B. zu Facebook, Google oder Microsoft, wenn die NSA oder das FBI sich die Daten direkt von den Servern von Facebook, Google und Microsoft holen kann, weil z.B. Microsoft nicht nur erlaubt, die Daten vom eigenen Server zu holen, sondern sogar aktiv Hilfestellung gibt, wie das am besten zu bewerkstelligen ist …

Schutz vor Prism: Wer online ist hat schon verloren!

Um keine eigenen Daten in fremde Hände zu geben, gibt es nur den einen Weg, jegliche Onlineaktivitäten zu verweigern – das geht problemlos für soziale Netzwerke (die braucht ja eigentlich kein Mensch), Emails schreiben und Telefonieren müssen wir aber nun mal. Beruflich auf jeden Fall.
Die Speicherung von Daten in Clouds aber bitte sehr selektiv und deutlich einschränken!
Wer ohne Nachzudenken alle Bilder, Videos und Dokumente, womöglich auch die sehr persönlichen online speichert, der legt sein Leben offen für die Geheimdienste.

Schutz vor Prism: Was können wir trotzdem tun?

Einzige Möglichkeit ist die Enthaltsamkeit in der Datenweitergabe oder zumindest die selektive und bewusste Speicherung bzgl. Freigabe eigener Daten in der Cloud.

Schutz vor Prism: Daten in der Cloud verschlüsselt speichern

Grundsätzlich ALLE Dateien, die in der Cloud abgelegt werden VOR der Online-Speicherung verschlüsseln. Wie das sehr einfach, transparent und fast ohne Zutun geht, habe ich bereits im Artikel „Google-Drive-Verschlüsselung: Sichere Cloud“ beschrieben. Die Verschlüsselung und Entschlüsselung erfolgt auf dem eigenen PC, Fremde kommen nicht dran!

Schutz vor Prism: Sichere Emails durch End-to-End-Verschlüsselung

Emails können nicht nur auf die übliche Methode verschickt werden, also offen wie eine Postkarte, sondern auch verschlüsselt mit öffentlichem und privatem Schlüssel mit PGP (Pretty Good Privacy). Auch das ist, einmal eingerichtet, sehr einfach und transparent zu handhaben. Das gibt es schon lange aber kaum jemand nutzt es – tja, dann bitte nicht wundern wenn andere mitlesen.

Schutz vor Prism: Sichere Email-Anhänge

Wer nur gelegentlich wichtige Email-Anhänge vor fremden Blicken schützen will, kann die Dateien des Anhangs in ein ZIP-Archiv verpacken. Dieses ZIP beim Einpacken einfach mit einem Passwort versehen. Optimal ist es, ein selbst entpackendes ZIP-Archiv mit Passwort zu erstellen. So kann nur der Empfänger das ZIP-Archiv auspacken, der das vergebene Passwort kennt. Da auch hier sichere 256-Bit-AES Verfahren zum Einsatz kommen, ist das sehr sicher.

Schutz vor Prism: Surfspuren verwischen – Anonym surfen

Das geht, indem man nicht direkt online geht, sondern über einen oder mehrere Proxyserver online geht, bei denen die eigne IP-Adresse nicht gespeichert wird. Zur Automatisierung dieser Verfahren gibt es wiederum Anbieter wie TOR (kostenlos) oder andere kommerzielle Anbieter. Fragt sich nur, inwieweit solche Dienste gezwungen sind mit den Geheimdiensten zusammen zu arbeiten – genauso wie die Clouddienste.

Schutz vor Prism: Fazit

Einziger wirklicher Schutz ist das Einmotten und Abmelden aller Online-Konten und das Smartphone in Rente zu schicken. Ansonsten geht nur ALLE persönlichen Daten VOR der Onlinespeicherung zu verschlüsseln! Denn die Daten werden direkt auf den Servern abgegriffen, egal wie geschützt der Weg dorthin ist! Da helfen alle Progrämmchen, die Schutz vorgaukeln absolut gar nicht!

Also eigene Daten auch mal offline auf dem eigenen PC speichern!

Autor des Artikels

Computer Complete – Wiesbaden, Mainz, Frankfurt – Jürgen Hamm
IT-Dienstleistungen: Softwareentwicklung, Webdesign, PC-Service, Netzwerke, Kommunikation

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