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Google-Nexus-Geräte-rooten: Smartphones und Tablets

nexus-smartphone-tablet-android-rootenUm alle Funktionen Ihres Android Smartphones oder Tablets zu verwenden, also alle gesperrten Funktionen des Android-Betriebssystems frei zu schalten, muss jedes Android-Smartphone entsperrt und gerootet werden. Bei vielen Geräten sind dazu komplizierte Abläufe und Eingaben nötig, für alle aktuellen und ältere Google-Nexus-Geräte gibt es dafür jetzt das „Nexus Root Toolkit v 1.7.2“.
Das Toolkit entfernt auf jedem Nexus-Gerät mit nur einem Klick den Lock und erlaubt es Ihnen anschließend das Google-Nexus-Gerät oder Google-Nexus-Tablet ebenso leicht zu rooten.

Google-Nexus-Geräte-rooten: Nexus Root Toolkit

Folgende Geräte können mit dem „Nexus Root Toolkit“ gerootet werden:

  • Galaxy Nexus
  • Nexus S
  • Nexus 4
  • Nexus 7
  • Nexus 10

Dabei werden die Androidversionen von 4.0.1 bis 4.3 unterstützt. Da die Nexusgeräte ja automatisch immer auf die aktuellste Android-Version upgedatet werden, ist die Unterstützung älterer Versionen völlig unnötig.

Ich habe das „Nexus Root Toolkit“ hier downgeloaded …
Hier gibt es auch eine Fotostrecke, die das genaue Vorgehen illustriert, allerdings ist diese nicht mehr auf die aktuellste Version des Toolkits angepasst. In der aktuellsten Version sieht die Benutzeroberfläche anders aus und das Vorgehen ist deutlich einfacher.

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Google-Nexus-Geräte-rooten: Nexus Root Toolkit installieren

Nach dem Download einfach die Installationsdatei doppelklicken und installieren. Während der Installation und beim ersten Start werden alle zusätzlich notwendigen Bibliotheken und Treiber nachgeladen. Ausserdem kann hier direkt das eigene Gerät und die exakte Version des installierten Androids ausgewählt werden.
In meinem Falle ist es das Galaxy Nexus (GSM/HSPA+) mit dem Android-Build 4.3.0 JWR66Y. Das Build ist ersichtlich unter „Einstellungen – Über das Telefon – Build Nummer“.
Diese Auswahl unbedingt richtig treffen, ansonsten wird das Rooten nicht funktionieren!
Kann natürlich jederzeit im Programm über „Change your Model type“ geändert werden.

Google-Nexus-Geräte-rooten: Initial Setup

Als erstes diese Funktion anklicken. Hier werden alle Treiber zum Zugriff über USB installiert. Es ist ausführlich die Reihenfolge der Schritte dokumentiert und wann das Smartphone angeschlossen sein muss und wann nicht. Funktioniert alles per Klick.
Wichtige Voraussetzung ist die Aktivierung des „USB-Debugging“ unter „Einstellungen – Entwickleroptionen“. Kann nach Abschluss des Rootens wieder deaktiviert werden.
Falls „Entwickleroptionen“ noch nicht in den Einstellungen sichtbar sind, müssen zunächst diese freigeschaltet werden. Dazu einfach in den Bereich „Über das Telefon“ gehen und 7 mal auf den Eintrag „Build Nummer“ tippen.

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Im Gerätemanager der Systemsteuerung nachschauen ob das Gerät erkannt wurde, die Treiber also installiert wurden.

Google-Nexus-Geräte-rooten: Unlock

Vor dem Rooten auf „Unlock“ klicken. Die Funktion läuft völlig automatisch durch. Bei mir wurde zunächst mein Galaxy Nexus nicht am USB-Port erkannt. Erst nach Neustart des „Nexus Root Toolkits“ klappte es problemlos.
Da durch diese Funktion alle Daten und Apps gelöscht werden, sollte vorher mit der integrierten Funktion „Backup“ alles gesichert werden, um nach dem Rooten mit „Restore“ alles wieder zurückzuspielen.
Ich habe mir das gespart, da ich ohnehin alles auf Null setzen wollte.

Google-Nexus-Geräte-rooten: Rooten

Der Klick auf „Root“ startet den eigentlichen Vorgang des Rootens. Auch hier musste ich das Programm erst neu starten damit das Smartphone am USB-Port gefunden wurde.
Dann läuft alles völlig automatisch ab. Das Nexus wird mehrmals neu gestartet, in den Recovery Mode gesetzt, Scripte gestartet und ausgeführt, Meldungen angezeigt, … alles in allem gute 5 Minuten, dann war es erledigt.

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Hier ist der manuelle Druck auf die Powertaste oder die Auswahl mit den Lautstärketasten unnötig. Wird vom Toolkit automatisch erledigt – nur nicht ungeduldig sein während des Vorgangs !

Google-Nexus-Geräte-rooten: tatsächlich Rootrechte ?

Ich habe mir aus dem Google-Play-Store die App „Root Checker“ geladen. Die zeigt an, ob Rootrechte vorhanden sind oder nicht.

Google-Nexus-Geräte rooten: Warum ?

Zum einen, um Apps ausführen zu können, die Rootrechte benötigen, z.B. einen Dateiexplorer, der direkt auf angesteckte USB-Sticks oder Festplatten lesend und schreibend zugreifen kann. Zum anderen benötige ich Netzwerkdiagnose-Tools.

Google-Nexus-Geräte-rooten: Mehr Privatsphäre

Nach dem Rooten können auch alternative ROMs eingespielt werden, z.B. CyanogenMod. Damit kann das Smartphone komplett unabhängig von einem Google-Konto gemacht werden. Das ist für alle interessant, die möglichst wenig Daten in der Cloud speichern wollen um nicht von Google oder den Geheimdiensten völlig überwacht zu werden. Dies ist wenigstens ein kleiner Schritt gegen die völlige Offenheit des eigenen Gerätes.

Google-Nexus-Geräte-rooten: Root rückgängig machen

Falls man das Ganze nicht mehr will, also den kompletten Ursprungszustand wieder herstellen will, geht das ebenfalls per Mausklick mit „Flash Stock + Unroot“, sowie zum erneuten Locken mit „OEM Lock“. Das ist wichtig, weil durch das Unlocken und Rooten die Garantie des Nexus-Gerätes erlischt.

Autor des Artikels

Computer Complete – Wiesbaden, Mainz, Frankfurt – Jürgen Hamm
IT-Dienstleistungen: Softwareentwicklung, Webdesign, PC-Service, Netzwerke, Kommunikation

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